Adrian Segessenmann, Primus der völkisch-heidnischen Avalon—Gemeinschaft und Vizepräsident der Partei National Orientierter Schweizer PNOS, ging wieder einmal ein bisschen auf Reisen. Diesmal zu den ‚Kameraden‘ der rechtsextremistischen Organisation „Der III.Weg“ vom Stützpunkt München. Dort referierte der Betreiber des Buchversandes "Neue Zeitwende" – gemäss Veranstaltungsbericht - über „Verbotsgesetze im deutschsprachigen Raum“, konkret die Strafbestimmungen gegen rassistische Hetze und Volksverhetzung. Sie würden „völkischen Menschen einen Maulkorb“ verpassen und damit meint er alle jene, welche „die Verschiedenheit von Völkern“ erkennen und „eine nationale Identität“ beschützen wollten. Für den gelernten Metzger beginnen die Übel – wie bei Rechtsextremisten seit Generationen üblich - bei den grundlegenden Errungenschaften der Aufklärung und der Französischen Revolution. Das „Gleichheits-Ideal“ sei „zum zentralen Leitsatz diverser volksfeindlicher Ideologien“ geworden und habe den „Weg für Verbotsgesetze“ geebnet. Er beklagte die Niederlage der Konföderierten im US-amerikanischen Bürgerkrieg und damit das Ende der Sklaverei. Er behauptet, die allgemeine Erklärung der Menschenrechte (1948) seien weder von der USA noch von Israel unterzeichnet worden. Er bedient dann die Vorstellungen von Antisemiten, der „jüdische Staat im Nahen Osten“ habe die „strengsten Einwanderungs- und Rassegesetze“, es seien aber „gerade die Zionisten“ (hier als Codewort für "die Juden" verwendet), die „Antreiber der Anti-Diskriminierungsgesetze in anderen Ländern“.