Darf man Marcel Toeltl, Präsident der SVP-Sektion St. Margarethen, einen "Nazisympathisanten", einen "bekennenden Rassisten" nennen oder ihn als "braunes Pack" bezeichnen? Das Untersuchungsamt St. Gallen meint ja und stellt die Strafuntersuchung gegen Markus Portmann, Ex-Parteisekretär der St. Galler Grünliberalen wegen übler Nachrede und Verleumdung ein. Portmann habe davon ausgehen können, dass seine Äusserungen der Wahrheit entsprächen. Gemäss dem St. Galler Tagblatt befand die Staatsanwaltschaft unter anderem, Toeltl unterhalte Kontakt zu einem rechtsextremen Internetportal. Toeltl lässt gegen die Einstellungsverfügung Beschwerde einreichen. Er wird dabei vertreten vom Thurgauer Anwalt und SVP-Politiker Hermann Lei. Anlass für Portmann Äussserungen war ein Blog-Eintrag Toeltls. Dieser hatte im Februar 2015 "soziale Linke und Gutmenschen" kritisiert, die das Wesentliche ausser Acht liessen, nämlich "die Sättigung" mit "vermeintlichen Flüchtlingen", und er behauptete dann noch: "Gerade Flüchtlinge aus Eritrea und Syrien, welche nachweislich einen sehr tiefen Länder IQ haben, sind in unserem Land, wirtschaftlich gesehen, fehl am Platz."